Wirtschaftsregion Weser Ems

Die maritime Wirtschaft findet im Raum Weser-Ems günstige Standortbedingungen.
Die maritime Wirtschaft findet im Raum Weser-Ems günstige Standortbedingungen.

Knapp zweieinhalb Millionen Menschen leben in der Wirtschaftsregion Weser-Ems. Damit wohnt mehr als ein Viertel der Niedersachsen in dieser Region auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratkilometern. Fünf kreisfreie Städte (Osnabrück, Oldenburg, Delmenhorst, Wilhelmshaven, Emden) und zwölf Landkreise gehören zu dieser Region im Nordwesten Deutschlands, die bis zur Abschaffung der niedersächsischen Bezirksregierungen einen eigenen Bezirk bildeten. Für die Wirtschaftsregion Weser-Ems wird eine wachsende Bevölkerungszahl erwartet.

Die Wirtschaftsstruktur der Region Weser-Ems ist vom Verarbeitenden Gewerbe, der Logistik, dem Baugewerbe, dem Maschinen- und Metallbau sowie vom Kunststofffertigung geprägt. Vor allem an der Nordseeküste ist der Tourismus eine wichtige Stütze der Wirtschaft. In den Landkreisen Cloppenburg und Vechta macht die Landwirtschaft einen erheblich der Wertschöpfung aus.

 

Potentiale des Wirtschaftsraums Weser-Ems

Die maritime Wirtschaft findet im Raum Weser-Ems günstige Standortbedingungen. Auch die Energiewirtschaft und die Bioökonimie tragen maßgeblich zum quantitativen und qualitativen Wirtschaftswachstum bei. Diese drei Bereiche wurden gemeinsam von Unternehmen, Hochschulen und Verwaltung im Rahmen der “regionalen Innovationsstrategie Wissensvernetzung in Weser-Ems 2020” als Schwerpunkte der Wirtschaftsregion definiert. Diese Strategie zielt darauf ab, entlang von Wertschöpfungsketten Kompetenzen zu vernetzen und Wissen zu teilen. Auf diese Weise soll es gelingen, die Potentiale des Wirtschaftsraums Weser-Ems bestmöglich zu nutzen und die Region zukunftsfest zu machen. Denn die Umsätze der lokalen und globalen Unternehmen in Weser-Ems sind Voraussetzung für Arbeits- und Ausbildungsplätze und für Steuereinnahmen der Gemeinden.

Bereits heute sind mehr als 18.000 Beschäftigte in Unternehmen der maritimen Wirtschaft in der Region Weser-Ems tätig. Allein 2.000 Arbeitnehmer sind in den Reederei-Unternehmen beschäftigt. Der größte Bootsbauer der Region ist die bundesweit bedeutende Meyer Werft in Papenburg. Zahlreiche Zulieferer und Dienstleister sind mit Wasserwirtschaft verbunden. Die Leistungen der einzelnen Hafenstandorte werden arbeitsteilig erbracht. Mit der Offshore-Windindustrie entwickelt sich ein weiterer innovativer Wirtschaftszweig zum Jobmotor in der Region.

 

Hochschulen und Forschungsinstitute

Auf dem Kompetenzfeld der Maritimwirtschaft haben sich zahlreiche Hochschulen und Forschungsinstitute in der Wirtschaftsregion Weser-Ems angesiedelt. Die im Jahr 2009 gegründete Hochschule Emden-Leer bietet den Studiengang Nautik und Seeverkehr an. Das Maritime Kompetenzzentrum in Leer (MARIKO) unterstützt Unternehmen und Forscher der Maritimwirtschaft durch Vernetzung und informiert über Fördermöglichkeiten. An der Jade Hochschule können die Masterprogramme “International Maritime Management” und “Maritime Management” absolviert werden. Außerdem erwerben Studierende in “Maritime Management” dort den Bachelor-Abschluss. Das “Maritime Kompetenzzentrum Elsfleth” bietet Lehrgänge für Schiffsmechaniker, Nachwuchskräfte der maritimen Wirtschaft, für Beschäftigte in der Offshore-Industrie und für angehende Schiffsoffiziere an. An diesem Ort befinden sich hochmoderne Simulationsanlagen: ein Schiffsführungssimulator sowie Simulatoren für den Ladungsumschlag auf Tankern und Funksimulatoren.

 

Zukunftsatlas des Prognos-Instituts

Laut Zukunftsatlas des Prognos-Instituts nimmt der Landkreis Vechta einen Spitzenplatz im Bereich Demografie ein. Der Landkreis Friesland schneidet hierbei innerhalb der Wirtschaftsregion Weser-Ems am schlechtesten ab. Beim Kriterium Arbeitsmarkt und Qualifizierung belegt die Stadt Osnabrück den besten Platz der Region. Der Landkreis Aurich liegt dagegen auf einem der unteren Ränge der bundesweiten Erhebung. Insgesamt verfügt die Region Weser-Ems über günstige Voraussetzungen für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung.