Wie wird eine Aktiengesellschaft nachhaltig?

Wie wird eine Aktiengesellschaft nachhaltig?

Wie wird eine Aktiengesellschaft nachhaltig?

Nachhaltigkeit ist aktuell eines der wichtigsten Stichwörter auf dem Aktienmarkt. Nachhaltige Aktien, oder „Sustainable Stock“ auf Englisch, gehören zu den Investitionen mit den höchsten Renditeaussichten. Aber was bedeutet es eigentlich für eine Aktiengesellschaft, nachhaltig zu sein? Und wie wird ein Unternehmen nachhaltig? Wir erklären es in unserem Ratgeber.

 

Warum ist Nachhaltigkeit am Aktienmarkt jetzt so wichtig?

Noch vor einigen Jahren hat es für einen Konzern am Aktienmarkt keine große Rolle gespielt, wie nachhaltig dieser gehandelt hat. Das hat sich inzwischen geändert. Aktien von Firmen wie BP und Shell befinden sich seit Jahren auf Talfahrt, während Hoffnungsträger für eine grünere Zukunft wie Nikola Rekordgewinne einfahren.
Warum ist das so? Ganz einfach: Die öffentliche Meinung zum Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat sich geändert. Ein Großteil der Öffentlichkeit will auch zukünftigen Generationen eine gesunde Welt hinterlassen. Das führt einmal dazu, dass Kunden nur noch Produkte von nachhaltigen Firmen kaufen.

Gleichzeitig sorgt der öffentliche Druck auch dafür, dass die Politik immer strengere Umweltgesetze erlässt. Unternehmen, die nicht nachhaltig handeln, werden sich in der Zukunft also auch mit Sanktionen und Restriktionen durch den Staat konfrontiert sehen.

Wenn man das veränderte Konsumentenverhalten und den Druck von Seiten der Regierungen und Gerichte zusammennimmt, dann wird klar, warum Nachhaltigkeit so wichtig ist. Ohne ein nachhaltiges Zukunftskonzept wird eine Firma zukünftig kein konkurrenzfähiges Geschäftsmodell mehr anbieten können. Logisch, dass das inzwischen auch immer mehr Anleger so sehen. Die langfristigen Erfolgsaussichten von Aktien und Fonds, die z. B. in fossile Energiestoffe investieren, sind einfach zu gering. „Grüne“ Firmen, die aktuell von dem Hype profitieren, versprechen dahingegen hohe Profite.

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Wie wird eine Aktiengesellschaft nachhaltig?

Beim Thema Nachhaltigkeit gibt es ein großes Problem: Niemand kann genau definieren, was nachhaltig ist und was nicht nachhaltig ist. Logisch, dass Öl-Bohrungen im Atlantik nicht gerade nachhaltig sind. Aber ist ein Unternehmen wie Mercedes, das gleichzeitig Diesel und E-Autos verkauft, nachhaltig? Oder ist wirklich nur der Hersteller von Windturbinen nachhaltig? Sie sehen schon, diese Frage zu beantworten, ist ziemlich schwierig.
Das hat es den Unternehmen leicht gemacht, sich selbst als nachhaltig zu bezeichnen. Deshalb gibt es beim Thema Nachhaltigkeit in Unternehmen heute große Niveau-Unterschiede. Im Folgenden wollen wir einige Prozesse erklären, die Firmen anwenden, um als nachhaltig bezeichnet zu werden.

 

Eine nachhaltige Produktion

Firmen, die sich ein „Grünes Image“ zulegen wollen, beginnen normalerweise mit einer nachhaltigen Produktion. Dafür kann zum Beispiel auf die Verwendung von giftigen Chemikalien verzichtet werden. Häufig wird außerdem verssucht, die Bilanz an Ausstößen zu verringern. Eine tolle Option dafür ist der Einsatz von elektrischen Fahrzeugen auf dem Firmengelände.

Kann eine Firma dann erstmal eine nachhaltige oder sogar CO2-neutrale Produktion vorweisen, gilt sie oft als nachhaltig. Auch, wenn sie eigentlich Produkte für nicht-nachhaltige Ziele herstellt, wie zum Beispiel Werkzeuge für die Bergbauindustrie. Bisher funktionieren solche Taktiken am Aktienmarkt ziemlich gut, auch Blackrock handelt zum Beispiel mit Bergbaufirmen in seinem Nachhaltigkeitsfonds.

Allerdings gibt es auch immer mehr Fonds, die genau solche „Greenwashing“-Taktiken aus ihrem Portfolio ausschließen. Das bedeutet, dass es nicht genug ist, wenn nur die eigene Produktion umweltfreundlich ist. Wenn die Unternehmensziele langfristig nicht nachhaltig sind, dann wird das den Aktienkurs in den nächsten Jahren negativ beeinflussen.

 

Nachhaltige Produkte

Der nächste Schritt, um als Firma als nachhaltig bezeichnet zu werden und so mehr Erfolg am Aktienmarkt zu haben, ist das Herstellen von nachhaltigen Produkten. Das bedeutet, dass nicht nur die Herstellung, sondern auch das Nutzen des Produktes keinen negativen Einfluss auf die Umwelt hat. Ein tolles Beispiel dafür sind zum Beispiel Elektro-Autos.

Aber auch in vielen anderen Industriezweigen wird es immer wichtiger, nachhaltige Produkte anzubieten. So wird zum Beispiel von Plastik-Produkten erwartet, dass diese extrem langlebig und qualitativ hochwertig sind, um den Einsatz des Materials zu rechtfertigen. Gleichzeitig werden Produkte, die Holz und Naturfasern statt Plastik verwenden, immer beliebter.

Wenn die Produktpalette eines Unternehmens vollständig oder zum größten Teil aus nachhaltigen Produkten besteht, dann sorgt das automatisch auch für eine höhere Bewertung am Aktienmarkt. Denn wie bereits erwähnt, verfügen nachhaltige Aktien und Aktienfonds aktuell mit über die höchsten Renditen.
Nachhaltige Unternehmensziele

Nur wenn ein Unternehmen auch nachhaltige Unternehmensziele hat, ist es wirklich nachhaltig und wird sich auch in Zukunft am Aktienmarkt bewähren. Dazu gehören zum Beispiel Unternehmen, die Lösungen für sauberes Trinkwasser für alle entwickeln. Aber auch Firmen, die einen klimafreundlichen öffentlichen Verkehr möglich machen oder Fleischersatz entwickeln, arbeiten an einer besseren Welt. Firmen dieser Art erhalten auch am Aktienmarkt die höchsten Nachhaltigkeits-Ratings.