Wirtschaftsregion Papenburg-Dörpen: Unterstützung durch die Wissenschaft

Wirtschaftsregion Papenburg-Dörpen: Unterstützung durch die Wissenschaft
Den Startschuss für die neue Kooperation am Standort Papenburg gaben: Papenburgs Bürgermeisterin Vanessa Gattung, Sabrina Wendt, Wirtschaftsförderin der Stadt Papenburg, Stephanie Lenger, Transfermanagerin der Universität Oldenburg am Standort Papenburg, Hermann Wocken, Bürgermeister der Samtgemeinde Dörpen, Esther Ruigendijk, Botschafterin der Universität Oldenburg für die Kooperation mit der Universität Groningen, Heinz-Hermann Lager, Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Dörpen, Jodien Houwers, Senior Policy Advisor International Cooperation der Universität Groningen, sowie Peter van Kampen und Harald Orfgen von der University of Groningen North West Germany. Foto: Universität Oldenburg / Michael Hockmann

Wirtschaftsregion Papenburg-Dörpen: Unterstützung durch die Wissenschaft

Oldenburg. Die Universität Oldenburg und die Rijksuniversiteit Groningen haben in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden den Startschuss für ein neues Transferprojekt gegeben. Unter dem Motto „Wissen.schaf(f)t.Transfer – Gemeinsam stark in der Region“ wollen die Beteiligten in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft regionale Herausforderungen lösen – etwa in den Bereichen Energie, Gesundheit sowie nachhaltige Gesellschaft. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium fördert das zunächst dreieinhalbjährige Vorhaben, das wissenschaftliche Erkenntnisse schneller nutzbar machen soll, mit 300.000 Euro aus Mitteln der VolkswagenStiftung.

Im Rahmen von Workshops haben die Teilnehmenden, die als Multiplikatoren ihrer Branchen und Institutionen eingeladen waren, erste Themenfelder definiert, die sie bei der Entwicklung der Wirtschaftsregion Papenburg-Dörpen für besonders relevant halten. Dazu zählen unter anderem die Energiewende, die medizinische Versorgung im ländlichen Raum und die Einbindung der Gesellschaft in Transformationsprozesse.

Im nächsten Schritt wird es um entsprechende Anknüpfungspunkte zu Forschungsprojekten der beiden Universitäten gehen. Neue Transfermanagerin vor Ort ist Dr. Stephanie Lenger von der Universität Oldenburg. Sie koordiniert das neue Projekt und hat ihr Büro in den Räumen der Wirtschaftsförderung Papenburg bereits bezogen. Die Wirtschaftswissenschaftlerin kennt sich vor Ort gut aus: Sie ist in Papenburg aufgewachsen.

Die Groninger Universität betreibt bereits seit 2017 einen offiziellen Hochschulstandort in Papenburg: die University of Groningen North West Germany. Mit dessen Direktor Harald Orfgen und seinem Stellvertreter Peter van Kampen wird Stephanie Lenger eng zusammenarbeiten. Gemeinsam und mit Unterstützung der Beteiligten aus der Region wollen sie Formate entwickeln, die Menschen aus der Region Papenburg-Dörpen mit Forschenden der beiden Universitäten zusammenbringen. „Auf diese Weise wirkt Wissenschaft unmittelbar in die Region und die Region liefert ihrerseits Input für die Wissenschaft“, sagte Prof. Dr. Esther Ruigendijk, Botschafterin der Universität Oldenburg für die Kooperation mit der Universität Groningen. In dieser Funktion sondiert die Niederlandistin Kooperationsmöglichkeiten mit Groningen und bereitet gemeinsame Entscheidungen und Gespräche vor. Sie freue sich besonders darüber, dass die langjährige Kooperation beider Universitäten mit dem Transfer-Projekt in Papenburg-Dörpen jetzt eine neue Facette erhalte. Harald Orfgen sagte: „Ich freue mich, dass zwei Universitäten am Standort Papenburg ihre Kräfte bündeln und die Praxis mit der Wissenschaft verbinden. Das ist etwas Neues in der Region.“

Forschende präsentierten im Rahmen der Auftaktveranstaltung bereits einige Forschungsprojekte, deren Ergebnisse für die Region relevant sein könnten. Darunter waren etwa der Oldenburger Gesundheitsökonom Prof. Dr. Lars Schwettmann, der die regionalen Unterschiede der Gesundheitsversorgung untersucht, sowie Dr. Leena Karrasch, die an der Schnittstelle von Natur- und Sozialwissenschaften zur Klimafolgenanpassung forscht. Prof. Dr. Thomas Poppinga referierte über vernetzte Energiesysteme.

Pressemeldung von  Universität Oldenburg