Nach Angaben des Landesamts für Statistik Niedersachsen (LSN) wurden zum Stichtag 31. Dezember 2024 etwa 683.000 Hektar – das entspricht 14,3% der Gesamtfläche Niedersachsens – als Siedlungs- und Verkehrsfläche genutzt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund 1.100 Hektar bzw. 0,2%. Im Zeitraum von 2021 bis 2024 lag der durchschnittliche tägliche Flächenverbrauch damit bei 4,9 Hektar und damit noch immer deutlich über dem Zielwert von weniger als 4 Hektar pro Tag, wie er in der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Niedersachsen für das Jahr 2030 festgelegt ist. Der Verbrauch im Vergleich zum vorherigen Vierjahreszeitraum (2020–2023; 5,8 ha/Tag) sank damit um rund 0,9 Hektar. Eine nachhaltige Reduktion der Flächeninanspruchnahme lässt sich jedoch noch nicht eindeutig festlegen, da diese über mehrere Jahre stabil hoch sein müsste. Im Vorjahreszeitraum lag die Reduktion bei lediglich 0,1 ha.
Ende 2024 waren 83,2% der niedersächsischen Bodenfläche mit Vegetation bedeckt. Davon entfielen 57,7% auf landwirtschaftliche Nutzung, während 21,7% als Wald ausgewiesen waren. Die Waldfläche nimmt seit Jahren kontinuierlich zu – insbesondere durch Erstaufforstungsmaßnahmen. Seit 2020 ist sie um rund 2.000 Hektar gewachsen. Die restlichen vegetationsbedeckten Flächen verteilen sich auf Gehölze, Heideflächen, Moore, Sümpfe und ungenutztes Land. Gewässer machten rund 2,1% der Landesfläche aus.
Pressemeldung von LSN

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