Das Niveau der Verbraucherpreise in Niedersachsen hat sich im August 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2% erhöht. Dies geht aus vorläufigen Ergebnissen des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) hervor. Im Juli 2025 hatte die Inflationsrate 1,9% betragen.
Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken
In der Abteilung „Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke“ erhöhten sich die Preise im Vergleich zum August 2024 um 3,3% (darunter: Alkoholfreie Getränke +9,6% und Nahrungsmittel +2,5%). Im Juli 2025 lag die durchschnittliche Teuerungsrate für die Abteilung bei 2,7%.
Kaffee, Tee und Kakao waren um 17,8% teurer als noch vor einem Jahr, darunter insbesondere Kakaopulver oder Ähnliches (+25,3%) sowie Kaffee und Ähnliches (+21,9%). Die Preise für Mineralwasser, Limonaden und Säfte stiegen um 6,4% (darunter: Frucht- und Gemüsesäfte +13,0%). Im Vergleich zum August 2024 gab es außerdem erhebliche Preisanstiege für Obst (+6,2%, darunter: Tiefgefrorenes Obst +13,8% und Obstkonserven +9,3%) sowie für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+6,1%, darunter: Schokoladen +20,1%). Besonders hohe Preisrückgänge gab es für Zucker (−28,7%), Kartoffeln, frisch, gekühlt und verarbeitet (−17,2%) und Olivenöl (−14,2%).
Weiterhin Preisrückgänge im Bereich Energie
Im Bereich der Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat einen durchschnittlichen Preisrückgang von 3,3% (darunter: Haushaltsenergie −4,1% und Kraftstoffe −1,9%). Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe waren durchschnittlich 14,9% günstiger als im Vorjahresmonat. Auch die Preise für Heizöl (einschließlich Betriebskosten) lagen um 8,2% unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum August 2024 fiel der Preis für Erdgas (einschließlich Betriebskosten) um durchschnittlich 5,4% und der für Strom um 4,8%. Flüssiggas verteuerte sich hingegen um 20,2%. Die Preise für Superbenzin (−2,2%) und Dieselkraftstoff (−1,0%) lagen unter dem Vorjahresniveau.
Der Preisrückgang im Bereich der Energie fiel deutlich geringer aus als noch in den Vormonaten; im Juli 2025 betrug er noch 4,1%. Dadurch war die inflationsdämpfende Wirkung auf den Gesamtindex im August 2025 nicht mehr so stark. Der Gesamtindex ohne Energie stieg im August 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7%. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im August 2025 bei 2,9%.
Dienstleistungen weiterhin inflationstreibend
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt blieben im August 2025 weiterhin inflationstreibend und lagen 3,2% über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Juli 2025 lag die durchschnittliche Teuerungsrate bei 3,0%.
Die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,6%, darunter: Dienstleistungen der häuslichen Alten− und Behindertenpflege +11,6%), Stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,6%) und Versicherungsdienstleistungen (+6,6%, darunter: Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr +10,8%) stiegen an. Brief- und Paketdienstleistungen waren um 9,1% teurer als im August 2024. Die Preise für kombinierte Personenbeförderungsdienstleistungen, wie Verbundtickets, die die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel wie Bus, U-Bahn oder Regionalzug ermöglichen, verteuerten sich im Vergleich zu August 2024 um 11,1%. Die Preise für die Personenbeförderung im Luftverkehr hingegen lagen 7,2% unter dem Vorjahresniveau (darunter: Internationale Flüge -8,2%).
Pressemeldung von LSN
