Die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die rund 7,2 Mio. niedersächsischen Versicherten (Mitglieder und Familienangehörige) beliefen sich 2023 auf mehr als 26,3 Mrd. Euro. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, waren das knapp 1,3 Mrd. Euro mehr (nominal +5,1%) als im Vorjahr. Je Versicherter bzw. Versichertem beliefen sich die Ausgaben auf 3.663 Euro.
Knapp ein Drittel (31,3%) der Leistungsausgaben bzw. 8,2 Mrd. Euro wurden für ärztliche Leistungen aufgewendet, die sowohl ambulant als auch stationär erbracht wurden. Weitere 30,4% bzw. 8,0 Mrd. Euro entfielen auf Waren, darunter insbesondere Arzneimittel (5,2 Mrd. Euro). Für pflegerische bzw. therapeutische Leistungen gaben die gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten 5,8 Milliarden Euro (22,1%) aus. Für Verwaltungsleistungen wurden knapp 1,3 Mrd. Euro (4,8%) aufgewendet und für Unterkunft und Verpflegung 1,2 Mrd. Euro (4,7%). Kosten für Leistungen zur Prävention und Gesundheitsschutz, worunter u.a. Früherkennungsuntersuchungen zählen, wurden in Höhe von rund 829 Mio. Euro (3,1%) übernommen.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Leistungsausgaben je versicherter Person in Niedersachsen um 4,2% und damit ähnlich hoch wie im Bundesdurchschnitt (4,3%). Hierbei stiegen die Ausgaben für ärztliche Leistungen um 2,4% und die für Waren (u.a. Arzneimittel) um 3,6%. Für Verwaltungsleistungen wurden im Vergleich 2022 zu 2023 etwa 1,8% mehr aufgewendet, wohingegen es für Unterkunft und Verpflegung 14,7% und für Leistungen zur Prävention und Gesundheitsschutz 8,5% mehr waren.
Pressemeldung von LSN

Hinterlasse jetzt einen Kommentar