Niedersachsen fördert Open-Access-Publikationen mit neuem Fonds

Niedersachsen fördert Open-Access-Publikationen mit neuem Fonds

Niedersachsen fördert Open-Access-Publikationen mit neuem Fonds

Niedersächsische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bekommen ab sofort mehr Unterstützung bei der Publikation ihrer  Forschungsergebnisse: Das Land stellt für den neuen Open-Access-Publikationsfonds „NiedersachsenOPEN“ rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. An den niedersächsischen Bibliotheken soll ein Netzwerk entstehen, über das Forschende neue Förderoptionen für ihre Veröffentlichungen erhalten.

„Mit NiedersachsenOPEN fördern wir die niedersächsische Forschungslandschaft in ihrer Breite und Vielfalt – und tragen somit ein Stück weit zur Demokratisierung des akademischen Diskurses bei. Der neue Fonds ermöglicht es den niedersächsischen Forschenden, ihre Arbeiten unabhängig vom Budget frei zugänglich zu machen und stellt damit eine großartige Ergänzung zu unseren Förderungen in der Spitzenforschung dar“, sagt Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs. Im Rahmen des Antrittsbesuchs von Heike Andermann, neue Vorsitzende des Niedersächsischen Beirats für Bibliotheksangelegenheiten, gaben beide gemeinsam am heutigen Montag den Startschuss für die Förderung.

„Mit der Einrichtung des Publikationsfonds wird der Transformationsprozess des wissenschaftlichen Publizierens in Richtung Open Access, das heißt die freie Zugänglichkeit zu wissenschaftlicher Information, maßgeblich unterstützt. Dies betrifft die Veröffentlichungen in Fachzeitschriften  und Buchpublikationen. Darüber hinaus können innovative Projekte im Kontext des Open Access gefördert werden. Hier partizipieren nicht nur Bibliotheken, sondern auch Archive und andere Kultureinrichtungen“, erläutert Heike Andermann.

Ziel des landesweiten Open-Access-Publikationsfonds „NiedersachsenOPEN“ ist die Bereitstellung von Mitteln für frei zugängliche Publikationen von Büchern, Zeitschriften- und Konferenzbeiträgen niedersächsischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Damit wird einerseits die internationale Sichtbarkeit niedersächsischer Forschung und niedersächsischer Themen ausgebaut und andererseits die nachhaltige und dauerhafte Entwicklung von Open-Access-lnformationsinfrastrukturen in Niedersachsen vorangetrieben. Besonders unterstützt werden durch die Förderungen aus dem Fonds nicht-kommerzielle, wissenschaftsgetragene Publikationsangebote nach dem „Diamond Open Access“-Modell und die Entwicklung einer „Diamond-Open-Access-Publikationslandschaft“ in Niedersachsen. „Diamond Open Access“ beschreibt Publikationen und Publikationsplattformen, die von allen Interessierten weltweit kostenlos gelesen werden können, so dass niemand durch Bezahlschranken von der Teilnahme am wissenschaftlichen Diskurs abgehalten wird.

Der Fonds „NiedersachsenOPEN“ umfasst drei Förderlinien:

  • Förderung von Buchpublikationen sowie kommerzielle Verlagspublikationen, Sammelwerke und wissenschaftliche Editionen oder Buchreihen
  • Förderung von Zeitschriftenpublikationen und Konferenzbeiträgen
  • Förderung innovativer Projekte, wie z.B. medienübergreifende und infrastrukturelle Vorhaben zur Entwicklung und Weiterentwicklung von Open-Access-Angeboten, aber auch Beratung und Begleitung der Wissenschaft zur Stärkung der Open-Access-Transformation.

Das bedeutet: Die Autorinnen und Autoren von Büchern, Zeitschriftenbeiträgen u.ä. stellen Förderanträge bei den wissenschaftlichen Bibliotheken, beispielsweise um mit Mitteln aus dem „NiedersachsenOPEN“-Fonds Unterstützung bei den Publikationskosten für Open-Access-Veröffentlichungen, etwa zur Deckung von Publikationsgebühren, zu erhalten. Förderungen für infrastrukturelle Vorhaben zur Entwicklung neuer oder zur Weiterentwicklung bestehender Open-Access-Angebote werden von den wissenschaftlichen Bibliotheken direkt bei der Geschäftsstelle des Niedersachsen-Konsortiums eingereicht und von einem fachlichen Gremium beschieden. Verantwortlich für die Koordination und den Betrieb des Fonds ist die Geschäftsstelle des Niedersachsen-Konsortiums an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen.

Pressemeldung von  Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur