German Low-Code Day 2025 in Hannover

German Low-Code Day 2025 in Hannover

Mehr als 50 Fachvorträge und mehr als 25 Ausstellende mit praxiserprobten Beispielen: Beim 3. German Low-Code Day in Hannover sind dieses Jahr mehr als 200 Fachleute und Experten in die Welt der Low-Code und No-Code Technologien eingetaucht. Schwerpunkt war in diesem Jahr das Thema Künstliche Intelligenz.

Low-Code ist eine Form der Software-Entwicklung, die es Personen auch ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse ermöglicht, Anwendungen zu entwickeln und Prozesse optimieren zu können. Sie macht Digitalisierung schneller, günstiger und unabhängiger von knappen IT-Ressourcen.

Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen: “Unternehmen aller Größenordnungen – vom Familienbetrieb bis zum Weltmarktführer – stehen unter dem Druck, schneller und flexibler auf Marktveränderungen reagieren zu müssen. Genau hier setzt Low-Code an: Lösungen können in Tagen oder Wochen entstehen, statt in Monaten oder Jahren.”

Die Landesregierung sieht in Low-Code eine „hoch willkommene Technologie, die dabei unterstützt, Prozesse einfacher, schneller und günstiger zu digitalisieren und Berührungsängste abzubauen“, sagte Anke Pörksen, Digitalisierungsstaatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung.

„Unsere Gesellschaft braucht dringend mehr Digitalisierung in nahezu allen Bereichen, auch in der öffentlichen Verwaltung, damit wir auch in Zeiten des Fachkräftemangels und der vor uns liegenden Abgänge der geburtenstarken Jahrgänge mit weniger Personal unsere Leistungsfähigkeit sicherstellen können.“

Low-Code ist der Schlüssel zur digitalen Transformation

Es werde immer offensichtlicher, das Low-Code und KI Hand in Hand gehen, so das Fazit der Veranstalter – der Low-Code Association e.V. und der Niedersachsen.next Digitalagentur, die das internationale Treffen bereits zum dritten Mal in Kooperation mit den Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Bauen bzw. für Inneres, Sport und Digitalisierung in Hannover ausgerichtet haben.Nahezu alle Low-Code-Anbieter arbeiten intensiv daran, die Low-Code Entwicklung von Fachanwendungen durch den Einsatz von KI immer effizienter zu machen. Zum Beispiel ist es jetzt möglich, dass KI bei der Low-Code-Entwicklung automatisch Codes vervollständigt, intelligente Vorschläge macht und Prozessoptimierung unterstützt. Zugleich hilft sie dabei, komplexe Aufgaben wie Datenanalyse, Prognosen oder Entscheidungsunterstützung direkt zu integrieren.

„Zum anderen erweist sich Low-Code als der richtige Weg, um intelligentere Anwendungssoftware zu entwickeln, also Fachanwendungen, die KI zur Unterstützung der Fallbearbeitung einsetzen. So können auch die Anwender*innen deutlich effizienter arbeiten“, erläuterte dazu Karsten Noack vom Vorstand der Low-Code Association e.V.. Low-Code, in Kombination mit KI, sei der Schlüssel zur digitalen Transformation in Wirtschaft und Verwaltung – was nicht zuletzt Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit stärkt.

Wachsende Branche

Die Zahlen von Analysten bestätigen das: Laut Grand View Research wird der globale Low-Code-Markt bis 2030 auf 101,7 Milliarden US-Dollar anwachsen, und bis 2026 sollen laut Gartner 80 % aller neuen Anwendungen auf diese Technologie setzen. Marktanalysen der internationalen Wissens- und Vergleichsplattform Digital Defynd zeigen, dass KI-gestützte Low-Code-Lösungen die Entwicklungskosten um bis zu 60 % senken können. Der Anteil von Nutzer*innen außerhalb der IT-Abteilungen bei der Entwicklung von Low‑Code-Anwendungen soll laut Gartner von 60 % (2021) auf 80 % bis 2026 steigen. Und Forrester Research berichtet, dass eine große Mehrheit (87 %) der Enterprise-Entwickler Low‑Code-Plattformen zumindest für Teile ihrer Arbeit nutzt.

Niedersachsen als Vorreiter 

Auch in dem im Februar 2025 veröffentlichten Digitalisierungsfahrplan der niedersächsischen Landesregierung wird Low-Code als Schlüsseltechnologie gesehen, um die Digitalisierung niedrigschwellig, schnell und ressourcenschonend voranzubringen. Mit der Initiative „Low-Code-Land Niedersachsen“ hatte Niedersachsen sich bereits 2020 als erstes Bundesland klar zur Low-Code-Technologie bekannt. Dies war der Grundstein für Beratungsangebote, Fördermöglichkeiten wie den “Digitalbonus Niedersachsen“ und viele konkrete Praxisprojekte gelegt, die es inzwischen gibt. Der German Low-Code Day in Hannover ist jährlicher Höhepunkt der Aktivitäten und ist seit 2023 zentrale Plattform im deutschsprachigen Raum das Fachpublikum aus Wirtschaft, Forschung und Politik miteinander vernetzt – herstellerneutral und technologieoffen.