LBEG veröffentlicht Jahresberichte zu Erdöl und Erdgas: Weniger Reserven, aber mehr Erkundungsbohrungen

LBEG veröffentlicht Jahresberichte zu Erdöl und Erdgas: Weniger Reserven, aber mehr Erkundungsbohrungen

LBEG veröffentlicht Jahresberichte zu Erdöl und Erdgas: Weniger Reserven, aber mehr Erkundungsbohrungen

Die Reserven an Erdöl und Erdgas haben 2019 in Deutschland abgenommen. Das ist Kern des Kurzberichts „Erdöl- und Erdgasreserven in der Bundesrepublik Deutschland”, den das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) jetzt herausgegeben hat. Der Jahresbericht „Erdöl und Erdgas in der Bundesrepublik Deutschland 2019″ des LBEG ist ebenfalls erschienen und befasst sich darüber hinaus mit der Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas sowie der Untertage-Gasspeicherung. Grundlage für die Berichte sind Daten der Erdöl- und Erdgasgesellschaften und der Bergbehörden der Länder, die vom LBEG regelmäßig erhoben werden.

Rund eine Million Tonnen Erdöl weniger im Vergleich zum Vorjahreszeitraum betrugen zum Stichtag 1. Januar 2020 die geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdölreserven in Deutschland. Bei 28 Millionen Tonnen Erdöl bedeutet das einen Rückgang von 3,5 Prozent. Die Anhebung der Reserven in den beiden erdölförderstärksten Bundesländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein federt den allgemeinen negativen Trend etwas ab.

Bei den Erdgasreserven beträgt der Rückgang zum Jahresbeginn 7,7 Milliarden Kubikmeter oder 14,2 Prozent auf 46,6 Milliarden Kubikmeter geschätzte sichere und wahrscheinliche Reserven.

Auch die Fördermengen haben gegenüber dem Vorjahr abgenommen. Die Erdölförderung sank unter die Marke von 2 Millionen Tonnen und belief sich auf 1,9 Millionen Tonnen. Das entspricht einem Rückgang um 6,9 Prozent. Bei der Erdgasförderung fiel der Rückgang mit 2,7 Prozent moderater aus. In 2019 wurden noch 6,6 Milliarden Kubikmeter gefördert.

Das Interesse an Lizenzgebieten zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen hat weiter nachgelassen. So hat sich die Fläche der Erlaubnisfelder zur Aufsuchung von Kohlenwasserstoffen gegenüber 2018 um weitere 7000 Quadratkilometer auf 46.600 Quadratkilometer verkleinert, was einem Rückgang von 13 Prozent entspricht.

Entgegen dieser Entwicklung hat sich die Anzahl der Erkundungsbohrungen im Vergleich zum Vorjahr von fünf auf zwölf mehr als verdoppelt. In der Folge ist die Bohrmeterleistung auf 43.416 Meter kräftig gestiegen. Nach dem historischen Tiefstand in 2018 bedeutet das einen Anstieg um 67 Prozent.

Nachdem die Kapazitäten der Untertage-Gasspeicherung bis 2014 kontinuierlich ausgebaut worden sind, haben sie sich anschließend auf einem Niveau von etwa 24 Milliarden Kubikmeter eingependelt. Im Vergleich zu 2018 war in 2019 ein Rückgang des Arbeitsgasvolumens von 0,4 auf 23,9 Milliarden Kubikmeter zu verzeichnen.

Quelle: Pressemeldung Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie