Zur anstehenden Unterzeichnung des Mercosur-Abkommens am kommenden Samstag (17.01.2026) erklärt der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne:
„Die Unterzeichnung dieses historischen Freihandelsabkommens ist ein starkes und richtiges Signal für offenen, regelbasierten Handel. In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen und wachsendem Protektionismus müssen wir uns in Europa wirtschaftlich breit aufstellen.“
Das Abkommen eröffne für die exportorientierte deutsche und niedersächsische Wirtschaft neue Chancen. Insbesondere Industrie und Mittelstand könnten von verbesserten Marktzugängen, klaren Regeln und stabilen Rahmenbedingungen profitieren.
Gleichzeitig fordert Minister Tonne deutlich, dass der Prozess zu dieser Einigung nicht als Blaupause für die Zukunft taugt: „Ein Vierteljahrhundert Verhandlungs- und Ratifizierungszeit für ein Freihandelsabkommen ist nicht akzeptabel. Wenn Europa im globalen Wettbewerb bestehen will, müssen wir deutlich schneller werden“, so Niedersachsens Wirtschaftsminister. Der beschwerliche Weg zur Mercosur-Einigung müsse daher auch als Auftrag verstanden werden, bestehende und künftige Handelsabkommen zügiger voranzubringen und zu ratifizieren.
„Europa braucht rasch weitere belastbare Freihandelsabkommen – und zwar in einem Zeitrahmen, der den wirtschaftlichen und geopolitischen Realitäten gerecht wird. Lange Verzögerungen schwächen unsere Unternehmen und kosten Wachstum, Arbeitsplätze und Innovationskraft“, so Tonne weiter. Niedersachsen unterstütze ausdrücklich eine entschlossene europäische Handelspolitik, die wirtschaftliche Offenheit, hohe Standards und Verlässlichkeit miteinander verbinde.
Tonne: „Damit der Handelsteil des Abkommens jetzt tatsächlich unmittelbar Anwendung findet, vertraue ich auf das Europäische Parlament und dessen Votum für regelbasierte, langfristige PartnerschaftenDann kommt es darauf an, Mercosur konsequent umzusetzen – und zugleich die nächsten Abkommen schneller auf den Weg zu bringen. Europa kann und muss hier effizienter werden. Der zeitnahe Abschluss eines ambitionierten Freihandelsabkommens mit Indien und die Modernisierung des Abkommens mit Mexiko wären hier wichtige und notwendige Schritte für eine wirtschaftlich starke und souveräne Europäische Union. Genauso sollten wir die Gespräche und Verhandlungen mit Ländern wie Australien, Malaysia, den Philippinen und Thailand zügig voranbringen, um auch hier starke Partnerschaften zu etablieren und die Wirtschaftsbeziehungen zum Wohle aller Beteiligten auszubauen.“
Pressemeldung von Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Bauen

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