Berufsunfähigkeitsversicherung – das sollte man wissen und beachten

Berufsunfähigkeitsversicherung - das sollte man wissen und beachten

Berufsunfähigkeitsversicherung – das sollte man wissen und beachten

Niemand ist vor Berufsunfähigkeit gefeit. Deshalb ist es wichtig, bereits im jungen Alter eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Mit der Berufsunfähigkeitsversicherung sorgen Sie finanziell für Ihre Zukunft vor. Psychische Erkrankungen sind am Vormarsch und auch Einschränkungen des Bewegungs- und Stützapparates werden immer häufiger. Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist deshalb durchaus sinnvoll. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles über dieses Thema.

Ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt sinnvoll?

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen – sei es aufgrund von psychischen Beschwerden, Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates oder Unfällen. Anders als man vermuten würde, führen Unfälle jedoch relativ selten zur Berufsunfähigkeit. Die Hauptursachen für eine Berufsunfähigkeit sind psychische Erkrankungen und Einschränkungen des Bewegungs- und Stützapparates. Selbst ein vermeintlich „harmloser“ Bürojob kann so zum Beispiel zur Berufsunfähigkeit führen, da diese Jobs überdurchschnittlich oft Rückenleiden verursachen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen ist daher sehr sinnvoll, um finanziell vorzusorgen, falls man seinen Beruf irgendwann gesundheitsbedingt nicht mehr ausüben kann.

Natürlich gibt es nach Eintritt der BU noch Lohnfortzahlungen und auch die gesetzliche Krankenversicherung zahlt Krankengeld aus – allerdings höchstens 78 Wochen lang. Die staatliche Erwerbsminderungsrente kann die Absicherung des aktuellen Einkommens ebenfalls nicht gewährleisten.

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung im Monat?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen stark von der individuellen Situation ab. Ein 30-jähriger, gesunder Mensch, der einen kaufmännischen Beruf ausübt, zahlt beispielsweise weniger als eine 40-jährige Person mit Vorerkrankungen, die eine riskantere Tätigkeit ausübt. Das liegt daran, dass es bei der zweiten Person statistisch gesehen wahrscheinlicher ist, dass sie im Laufe ihres Lebens berufsunfähig wird. Die Höhe des Beitrags werden also von Faktoren wie Beruf, Alter und Gesundheitsstatus bestimmt.

Junge Leute, Menschen ohne Vorerkrankungen oder Berufstätige mit Schreibtischtätigkeiten haben die besten Chancen auf den Abschluss einer günstigen BU. Vergleichen Sie die verschiedenen Anbieter, um Kosten zu sparen. Ein weiterer wichtiger Faktor, der die Höhe des Beitrags bestimmt, ist die mit der Versicherung vereinbarte Rente.

Wie hoch sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen werden?

Wie groß ist die Lücke zwischen Ihrem aktuellen Nettoeinkommen und Ihren Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig, um die Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung adäquat berechnen zu können. Je höher die Berufsunfähigkeitsrente Ihrem derzeitigen Nettoeinkommen kommt, desto besser sind im Ernstfall abgesichert. Grundsätzlich gilt: Mindestens 50% des Nettoeinkommens sollten abgedeckt werden, besser noch 70% des eigenen Nettoeinkommens.

Beispiel: Wenn Sie 2000 Euro netto verdienen, ist eine Monatsrente in Höhe von 1400 Euro sinnvoll. Sollten Sie weitere Einkommensquellen haben wie etwa Vermietung oder Verpachtung, senkt das selbstverständlich die empfohlene Höhe.

Es lohnt sich letztendlich einen höheren Beitrag anzuvisieren, denn wer einen Vertrag mit zu niedriger Summe abschließt, muss zwangsläufig später aufstocken – etwa mit Hartz IV.

Wie viel zahlt eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Das lässt sich pauschal nicht so leicht beantworten. Wie hoch die Berufsunfähigkeitsrente letztendlich pro Monat ist, hängt von Ihren vereinbarten Leistungen ab. Idealerweise sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung 70 bis 80% des Nettoeinkommens abdecken und alle relevanten Lebenshaltungskosten decken. Sie legen also bei Vertragsabschluss selbst fest, wie viel Sie bekommen möchten. Es sollten in jedem Fall mindestens 1000 Euro sein, um wichtige Fixkosten wie Miete, Essen, Strom und Versicherungen weiter bezahlen zu können.

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Natürlich wünscht sich bei Berufsunfähigkeit kein Leben am Existenzminimum, sondern auch ein Urlaub, Ausflüge und andere Vergnügungsausgaben sollten weiterhin finanzierbar bleiben. Schließlich wird die Berufsunfähigkeitsrente bei Eintritt einer BU vermutlich für lange Zeit die einzige Einkommensquelle bleiben. Deshalb ist es erforderlich, die Leistung nicht allzu gering anzusetzen. Übrigens: Auch die Rente aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung muss versteuert werden – zwar nur mit dem Ertragsanteil, dennoch sollte man auch das bei Vertragsabschluss beachten.

Was ist bei einer BU zu beachten?

Eine gute BU weist gewisse Merkmale auf. Auf welche Dinge Sie besonders achten sollten, sehen Sie hier im Überblick:

1) Die richtige Rentenhöhe

Die Berufsunfähigkeitsrente sollte mindestens 50% und im besten Fall 70 bis 80% Ihres Nettoeinkommens absichern. Setzen Sie die BU daher nicht zu gering an.

2) Dynamische Anpassung

Wir leben in einem komplexen System und 10 Euro heute sind in ein paar Jahren vielleicht nur noch 7 oder 8 Euro wert. Der Wert des Geldes ändert sich also über die Jahre (Stichwort: Inflation) und Ihre Beiträge sollten sich daher dynamisch an diese Entwicklungen anpassen und erhöht werden.

3) BU mit Erhöhungs- und Anpassungsoption

Vor Abschluss des Vertrags findet eine Gesundheitsprüfung statt. Auf Grundlage dessen wird die Beitragshöhe u.a. bestimmt. Ist eine Nachversicherungsgarantie im Vertrag enthalten, können Sie Ihre Absicherung später noch anpassen, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung durchführen zu müssen.

Unser Fazit

Eine BU ist eine wichtige Absicherung für alle berufstätigen Menschen – egal ob jung, alt, mit oder ohne Vorerkankungen. Eine Berufsunfähigkeit kann leider jeden treffen und häufig ist eine Berufsunfähigkeitsrente dann die einzige Einnahmequelle. Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sorgt für die Zukunft vor.